Literarisches Mähren
Stille Dörfer, bunte Städte
Mähren liegt gleich hinter Böhmen und ist doch ganz anders.
Jan Skácel, der große mährische Poet, erklärt die
"Stille" zur mährischen Natinonalhymne. Eine Fahrt nach
Mähren ist eine Reise ins bekannte Unbekannte. Wir entdecken Mikulov,
Olmütz oder Boskovice, bunte Städte und stille Dörfer,
eingebettet in eine weiche melancholische Landschaft zwischen Wiesen und
Weinbergen. Und wir begegnen berühmten und vergessenen Dichtern wie
Marie v. Ebner- Eschenbach, Milan Kundera, Robert Musil, Hermann Ungar,
Ferdinand v. Saar oder dem großen Lyriker Jan Skácel.
Die Anforderungen Die drei Wanderungen sind nicht schwierig. Sie
liegen zwischen 12 und 17 km, erfordern keine Sportlichkeit, aber eine
gewisse Kondition. Festes Schuhwerk sollten Sie dabei haben und möglichst
auch eine kleine Alu-Matte als Sitzunterlage. Denn wir werden oft
im Freien lesen und lagern.
Reisebegleiter und Referenten Die
Reiseleitung hat der begeisternde Journalist und Literaturkenner
Arthur Schnabl. Er wird dabei von der ortskundigen, sympathischen
tschechischen Begleiterin
Lenka Hubackova unterstützt. Vor Ort referieren u.a. Frau Dr.
Zidova (Olmütz) und Dr. Bránsky (Hermann Ungar- und Judentum-Experte
aus Boskovice).
Grundleistungen der LiteraTouren Übernachtungen mit Halbpension
in guten Pensionen, alle Fahrten + Gepäcktransporte in Tschechien,
zwei Begleitpersonen, ReferentInnen, alle Eintritte, umfangreiches Infomaterial
und ein spezielles "Lesebuch" zur Reise.
Reiseverlauf
Samstag: Anreise nach Brno/Brünn
Treffpunkt ca. 18 h am Hauptbahnhof. Es gibt gute Bahnverbindungen aus
Deutschland - über Wien oder Prag. Genaueres im Anschreiben.
Transfer in unsere erste Unterkunft, die angenehme Pension "Santini"
im Dörfchen Krtiny. Gleich neben der wunderbar heiteren Basilika
des Barockzauberers Giovanni Santini.
Sonntag: Durch die Schluchten des Karsts
Von Krtiny aus wandern wir an Bächen und Felsen entlang durch die
faszinierende Urlandschaft des mährischen Karsts bis Adamov (ca.
12 km). Seine Schluchten und Höhlen waren schon vor Jahrtausenden
bewohnt. Am Ende, in Adamov erleben wir dann das "neue" Mähren.
Montag: Brünn: Tradition und Avantgarde
Ein Tag in Mährens heiter-aufregender Metropole. Auf den großbürgerlichen
Plätzen spürt man die enge Beziehung zu Wien. Avantgarde und
Tradition, Kultur und Technik bilden spannungsreiche Pole. Kein Wunder,
dass hier zwei große literarische Analytiker der Moderne heranwuchsen:
die Werke Robert Musils und Milan Kunderas begleiten uns auf unserem Stadtspaziergang.
Dienstag: Boskovice - Zwischen Adel und Ghetto
Besuch und Lesung im Schloß Rájec mit seiner Bibliothek.
Hier verfaßte der Offizierspoet Ferdinand v. Saar seine melancholischen
Geschichten. Danach wandern wir in die seltsamste Stadt der Region: nach
Boskovice, dem "mährischen Jerusalem" (3 km). Von hier
stammt der Schrift-steller Hermann Ungar, den manche mit Franz Kafka vergleichen.
Der Stadthistoriker Dr. Bránsky führt uns durch das ehemalige
Ghetto zu einem der schönsten jüdischen Friedhöfe Mährens.
(Sehr schöne Bilder und Erläuterungen sowie einen
interessanten Reisebericht zu Boskovice - bei dem auch unsere Reisen eine
Rolle spielen - finden Sie unter:
www.das-maehrische-jerusalem-boskovice.de)
Mittwoch: Dorf- und Schlossgeschichten
Wir verlassen den Karst und fahren dorthin, wo Mähren am heitersten
ist - ins Weinland an der Thaja. Unterwegs aber machen wir in Schloss
Zdislavice einen Besuch bei der Dichterin Marie v. Ebner-Eschenbach, die
hier lebte. Wie kein anderes Schloss Mährens spiegelt Zdislavice
die Höhen und Tiefen der Geschichte. Ein Besuch, den Sie nicht vergessen
werden. Dann fahren wir weiter in den Süden, der sich mit der Silhouette
der Palava ankündigt. Unsere Unterkunft liegt mitten im alten Weinstädtchen
Mikulov/ Nikolsburg, wo "die Häuser singen" (Jan Skácel).
Donnerstag: Die Poesie der Pollauer Berge
Eine äußerst abwechslungsreiche Wanderung (14 km, mit einigen
kräftigen Anstiegen): über die weißen Hügel der Pálava,
vorbei an Weinbergen, Karsthängen, Burgruinen und fantastischen Ausblicken.
Im Rucksack haben wir die Gedichte Jan Skácels. Im Weindorf Pavlov
ruhen wir dann bei Wein, Gelassenheit und Poesie aus.
Freitag: Mährische Weindörfer
Noch einmal machen wir dem Wein unsere Aufwartung. Zwischen den Dörfern
Ãeykovice und Vrbice zieht sich ein zauberhafter Garten aus Weinstöcken,
Kürbisbeeten und Obstbäumen. Eine Landschaft wie ein Streichquartett.
Abends verwandeln wir dann im schönsten Weinkeller von Mikulov die
Betrübnis über das Ende der Reise in fröhliche Wehmut.
Samstag: Gemeinsames Frühstück und Rückfahrt
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Leistungen
- 7 Übernachtungen mit Halbpension
- 2 engagierte und kompetente Begleitperso-nen
- alle Fahrten in Tschechien ab Ankunft/ bis Abfahrt
- Stadtführungen, Gesprächsabende
- Eintrittskarten bei den Gruppenführungen
- intensives Karten-, Lese- und Infomaterial
Reisepreis: 760 € EZ - Zuschlag: 160 €
Anmeldeformular
Infoanforderung
Reisebedingungen
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23.06. - 30.06.2012  18.08. - 25.08.2012 
vergleichen Sie auch unsere neue
Radtour auf der Böhmisch-Mährischen
Höhe
Termine 2012 Reise ist zur Zeit nicht im Angebot.
Ergänzungsangebot Prag:
z.B. 3 Nächte im bekanntesten Jugendstil-Hotel Prags, Hotel Europa
am Wenzelsplatz, individuelle Stadtführung und Theaterkarte: ab
180 €
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Bei Zdislavice
Termine 2012 23.06. - 30.06.  18.08. - 25.08. 
Reisepreis: 760 € EZ - Zuschlag: 160 €
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Leistungen
Reisebedingungen
= Frei
= Restplätze
= Ausgebucht |


Ankunft im Weindorf Pavlov
" Wie war´s? "
Wir fragten unsere Gäste:
"Das Landschafts- und Kulturerlebnis - überwältigend
..." (Okt. 2001)
"Das perfekte, immer lockere Zusammenspiel von Lenka
+ Arthur trotz beiderseitiger Kompetenz ... (Juli
2000)
"Die Konzeption der Reise halten wir für
ausgesprochen gelungen ... "(Okt. 2001)

Waisenstein und Maidenburg
"Mein Horizont hat sich nicht nur nach Osten erweitert, sondern
auch vertieft."
(August 2001)
"Es war wie eine Verzauberung!"
(April 2002)

Die Palava
"Die Landschaft, die Anstrengung und dann die ausgedehnte
Rast bei Wein und Literatur. Ach herrlich..." (April
2002)
"Was für eine wunderbare Reise!! Intensiv und doch erholsam.
Mit dem näher bringen der Geschichte und Literatur in der Landschaft,
wandernd an den Orten, die in den Gedichten von Skacel vorkamen. Dank
an alle Beteiligten vor Ort und im Hintergrund. Wir kommen wieder..."
(April 2002)
Was scheibt die Presse?
"Erlesene Heiterkeit
... spontane Abstecher, aber auch wohl geplante Überraschungen
machen die Reise so abwechslungsreich ... Zwischen den Städten,
den Wanderun-gen, den Begegnungen bleibt Zeit. Dies ist eine ruhige
Reise, angepasst dem Pulsschlag des Landes ...
Als Abschluß des Tages denke man sich ... zwei nicht mehr
ganz tauffrische Herren, die sich, einfach weil es so schön
war, zu Fuß auf den Rückweg über die Pollauer Berge
machen und selbstvergessen, weinselig und lauthals ... debattieren,
während ein blasser Vollmond aufzieht und der Geist von Jan
Skácel irgendwie zwischen den Kiefernstämmen zu schweben
scheint. Man ahnt, vielleicht, ein wenig vom Zauber dieser Reise."
(DIE ZEIT, 8. August 2002)
"Grüne Hügel, blühende
Obstbaumwiesen und plötzlich ist es Frühling geworden:
weiße Mag-nolienbäume blühen um die Wette mit knallroten
Tulpen und blauen Hyazinthen in den Vorgärten des kleinen,
unscheinbaren Dorfes Zdislavice, durch das wir wandern, eins der
vielen kleinen Dörfer, die zu einem der unzähligen Schlösser
Mährens gehören. Lenka schafft es auf geheimnisvolle Weise,
den Schlüssel zum Schloss aufzutreiben..."
(fairkehr 4 / 2001) |
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