Kulturwandern in der ZipsZwischen Hoher Tatra und Slowakischem Paradies Erstmals verlassen wir mit dieser Reise Tschechien. Da muss es schon
ein sehr besonderes Angebot sein. Und das ist es: Unser neues' Konzept "Kultur-Wandern" Mit Dr. Juraj Záry haben wir für das Konzept den idealen Reiseleiter gefunden. Der dynamische und charmante Kunsthistoriker war nach der Wende Direktor der Nationalga-lerie in Bratislava und des Slowakischen Kulturinstitutes in Wien. Seine in anerkannten Büchern ausgewiesene Kompe-tenz für die Kulturdenkmäler der Slowakei verbindet sich mit seiner Begeisterung für Natur und Landschaft. Ein wirklicher Zugang zur Kultur geht für ihn am besten und erholsamsten mit einem aktiv-beschaulichen Zuwandern auf die Kultur. Anforderungen: Die Reise ist ebenso für sportliche Wande-rer (Extraprogramme z. B. in der Hohen Tatra) wie für spa-ziergehende Kulturliebhaber (zu schwierigeren Touren gibt es geruhsame Wanderwege als Alternative) ideal. Die Programmpunkte sind flexibel. Die im Folgenden vor-gestellten Tagestouren sind Vorschläge, die sich nach Absprache - abhängig insbesondere von Wetter, Stimmung, Wan-derlaune etc. - verändern lassen. Gerade bei neuen Reisen gibt es zudem oft zusätzliche Begegnungen u. Entdeckungen. Hin- und Rückfahrt auf Wunsch im Schlafwagen:
Reiseverlauf Anfahrt am Freitag (oder Samstag) entweder direkt, dann ist Treffpunkt
beim Hotel (Sie bekommen eine Anfahrtskizze) am Samstag um 9 h (natürlich
geht auch später) - oder mit Zwischenstation Prag, dann ist Treffpunkt
am Hauptbhf in Prag, Freitag nachmittags oder abends. Samstag: Kurzwanderung bei einem Weltnaturerbe Sonntag: Ein Schloss und ein erstes Zipser Stadtidyll Mit der Bahn entlang des Flusses Poprad nach Strázky, wo uns ein Schmuckstück slowakischer Renaissancearchitektur erwartet. Schon der Gang durch den englischen Park ist ein Genuss, im Schloss überraschen uns Gemälde des Grafen Medny-ánszky. Mittagessen im Schloss, dann fahren wir nach Kezmarok / Kesmark, dem zweitgrößten Denkmalreservat der Zips, eine reichhaltige architektonische Fundgrube selbst für kunst-geschichtliche Laien. Neben der städtisch geprägten Burganla-ge farbenfrohe schlichte Giebelhäuser mit traditionellen Schindeldächern, die spätgotische Pfarrkirche, das evangelische Lyzeum und vor allem die Artikularkirche, zweitgrößte Holzkirche der Slowakei, die (aus skurrilen politischen Zwängen) ohne je-des Stück Eisen erbaut wurde. Lohnend ist schließlich auch die hervorragende Zipser Buch-handlung im Zentrum. - Abends mit dem Zug zurück. Montag: Hohe Tatra, Bergseen und grandiose Gipfel trbské Pleso, der Tschirmer See ist unser Zielort mit der Tat-ra-Bahn (!) auf über 1300 m Höhe. Von dort gibt es bequeme Wanderungen mit schönen Blicken auf die höchsten Tatragip-fel: um den See (1 Stunde), dann zum Sessellift auf den Solisko (30 Min.) und zum Popradské Pleso / Poppersee, 1500 m hoch, Quellsee des Poprad (Rundwanderung 3 Std.) Wer Kondition und Lust für längere und schwierigere Routen hat, kann entweder auf den Gipfel Predné Solisko (2093 m) klettern' oder eine größere Runde zu einem spektakulären Gipfelpanorama an einsamen Tatraseen gehen. Dienstag: Begegnung mit Meister Paul aus Levoca Mit dem Charterbus machen wir zunächst Halt bei der Zapo-lya-Kapelle in Spiský tvrtok, die als schönstes Beispiel goti-scher Architektur in der Slowakei gilt. - Dann aber in die Altstadt von Levoca / Leutschau: ein einzigartiger Komplex kulturhistorischer Denkmäler. Herausragend sind dabei nochmals die Werke des hier heimischen Meister Paul, z. B. der aus Lindenholz gefertigte 18 m hohe Hauptaltar der Jakobskirche oder seine - im Museum nah beschaubaren - zierlichen Heiligenfiguren. Ein Erlebnis ist zudem der Rundgang über den Marktplatz, fast alle Häuser sind architektonische Höhepunkte der Renaissance, des Barock oder des Empire. Juraj Záry wird es mit Begeisterung erklären. Zudem treffen wir den Historiker und Meister-Paul-Experten Ivan Chalupecký. - Zum Schluß eine kurze Wanderung auf den Marienberg, dem bedeutendsten Wallfahrtsort der Slowakei mit schöner Aussicht auf die Leut-schauer Berge und die benachbarten Tatra-Gebirge. Mittwoch: Lustige Floßfahrt an der polnischen Grenze Per Charterbus zum "Roten Kloster", wo nahebei unsere Ein-stiegstelle in den Dunajec, den Grenzfluß zu Polen ist. Die Fahrt - gestakt von 2 Männern in goralischer Tracht und mit beißendem Humor - führt durch traumhafte Szenerie. Zwi-schen steilen felsigen Wänden immer wieder herrliche Fern- und Nah-Blicke. - Nach einer guten Brotzeit zurück: entweder ganz bequem 9 km den Weg am Flussufer entlang, oder auf dem Kamm mit großartigem Panorama auf das Vorland der Tatra und atemberaubenden Blicken auf die Flussmäander. Donnerstag: Im Slowakischen Paradies Mit dem Bus nach Podlesok, Startpunkt in eine paradiesische Berg- und Bachlandschaft. Wer nicht schwindelfrei und konditionsstark ist, kann den schönen Waldweg auf die Hochebene gehen. Wildromantischer ist der Weg am Felsufer des Hornad entlang, treppauf, treppab über tausende Leiter- und Steinstufen bis zu einer Klamm, die uns auf weiteren Leitern entlang herrlicher Wasserfälle nach Klátorisko führt. Dort ist das nur zu Fuß zugängliche Zentrum dieser Fels- und Waldlandschaft. Im Mittelalter stand hier ein Karthäuser-Kloster, dessen Ruinen erst neuzeitlich entdeckt und nun stilvoll rekonstruiert wurden. Nach Brotzeit und Besichtigung wandern wir - wieder bequem oder über Leitern - weiter zu einem Bahnhof nahe am östlichen Canon des Hornad. (Wanderzeit gesamt knapp 5 Std.) Freitag: Zipser Burg - Traum einer Kulturlandschaft Ein Charterbus bringt uns - mit Zwischenhalt an einem kleinen Geisir - zum Zipser Kapitel, ein nur von Geistlichen samt Bischof bewohntes Städtchen mit spätromanischer Kathedrale. Nach dem Mittagessen in einer typischen slowakischen Almhütte steigen wir auf den weithin sichtbaren Zipser Burgberg mit der größten und vielleicht auch landschaftlich schönsten Burganlage Mitteleuropas. Die Führung macht uns die spannende Geschichte dieses einst so reichen slowakisch-polnisch-ungarischen Machtzentrums erlebbar. Von den Burgtürmen ein fantastischer Blick auf Tatra und das reizvolle Zipser Kulturland. Dann eine traumhafte Wanderung (5 km) durch weißfelsiges Naturschutzgebiet (Travertinfelsen) ins Dorf Zehra mit einer aus Travertin erbauten spätromanisch-frühgotischen Kirche und wertvollen, durch ihre Lebendigkeit beeindruckende Fresken. - Wohl jeder hat heute erspürt, wie schön es sein kann, Weltkulturerbe wandernd zu erleben. Samstag: Frei für faszinierende Varianten Wer den Nachtzug nach Prag nimmt, braucht erst 21.30 h am Bahnhof sein (Prag an: 7.03 h). Wir geben individuelle Tipps und bieten einen in der Gruppe abgestimmten Ausflug an. Möglich sind Stadt- und Einkaufsbummel in Poprad oder in der Nachbarstadt Spiská Nova Ves. Oder ein Ausflug zum Nationalpark "Niedere Tatra" mit beschaulichen Wanderwegen und malerischen Bergdörfern. Vielleicht zieht es Sie aber auch nochmals in die Hohe Tatra zu einer Wanderung z.B. beim Goralen-Dorf Zdiar nahe der polnischen Grenze oder/und zu einer Seilbahnfahrt auf die 2632 m hohe Lomnitzer Spitze, zweithöchster Gipfel der Tatra. - Vor der Rückfahrt noch eine geruhsame gemeinsame Einkehr im Hotel.
Ergänzungsangebot Prag: z.B. 3 Nächte im bekanntesten Jugendstil-Hotel Prags, Hotel Europa am Wenzelsplatz, individuelle Stadtführung und Theaterkarte: ab € 180.- |
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