Reisen
& Literatur: Wandern an der Moldau / Tschechien
„Meine ganze Seele
hängt an dieser Gegend ...“
Eine Kreativreise mit Adalbert Stifter
von Oberplan nach Breitenberg
Nur wenige Autoren wußten Natur
so poetisch in Literatur zu verwandeln wie Adalbert Stifter. Vor 200
Jahren wurde der Webersohn Adalbert Stifter im Markflecken Oberplan geboren,
um den Böhmerwald in die Weltliteratur zu schreiben. Dieses Jubiläum
feiern wir im Jahr 2005 mit einer außergewöhnlichen „Stifter-Reise“.
Unser Reisekonzept: Bewegung und Ruhe - Intensität
und Kreativität
Bewegung und Intensität Diesmal wollen wir Stifters literarische
Landschaft nicht nur erleben, sondern auch kreativ verarbeiten. Der erste
Teil der Reise erkundet die Region von Stifters Jugend an der Moldau.
Oberplan, Stift Hohenfurt, Friedberg, Wittinghausen, die Teufelsmauer
und natürlich den Hochwald werden wir wandernd und lesend erleben.
Aber auch Zeichenstift und Kamera sollen uns helfen, intensiv „die
Dinge anzusehen“. Wer Lust auf Kreativität hat, nehme einige
Stifte oder eine Digital-Kamera mit. Alles weitere Material wird von
uns gestellt.
Ruhe und Kreativität Nach vier spannenden Wander-und Literaturtagen
in Böhmen wohnen wir in einer einzigartigen Künstler-Villa
im bayerischen Teil des Böhmerwaldes unweit des Rosenberger Gutes,
an das Stifter seine „ganze Seele hängte.“ Dort kann
das Erlebte mit Hilfe eines bekannten Kunstpädagogen in Atelier
oder Garten umgesetzt werden. Schwerpunkte sind Lesungen, Schreiben,
Malen, Buchbinden und Fotografieren. Das ist jedoch nur ein
Angebot. Wer lieber nur „die Seele baumeln lassen“ will,
ist ebenso herzlich willkommen.
Reiseleiter und Gastgeber Verantwortlich für das Konzept
und Begleiter der gesamten Reise ist unser bekannter Literaturspezialist Arthur Schnabl . Sein Partner für den böhmischen Teil ist
der junge tschechische Historiker Jiri Franc , vielen
von der Moldau-Reise in guter Erinnerung. In der Villa Breitenberg kümmert
sich unsere beliebte Reiseleiterin Lenka Hubackova; um
die Gäste. Und der Künstler und Pädagoge Gerd
Grüneisl macht in seinem Atelier oder unterwegs Lust auf
kreative Versuche. (Schwerpunkte: Malen, Zeichnen, digitale Fotografie
und literarische Projekte)
Das Programm
Sa.: Anreise. Treffpunkt Passau Bhf., 13.45 h. Mit Charterbus
ins Moldau-Städtchen Vyssi Brod (Hohenfurt). Wir wohnen im angenehmen
Hotel "Sumavá" direkt am Marktplatz. Vorher besuchen wir noch Stifters
Geburtshaus in Horní Plana / Oberplan.
So.: Im Zeichen der Rose - Wanderung nach Rosenberg Man glaubt,
ein Stück von Smetana zu hören, wenn man auf dem schönen Höhenweg von
Vyssi Brod ins bezaubernde Dorf Rozmberk / Rosenberg wandert. Am Ende
wartet dann ein Landschaftskunstwerk aus Fluss, Häuschen und Burg. (10
km) Den Mittag verbringen wir in einer typischen Kneipe zwischen Paddlern
und Kanuten. Rückfahrt mit Bus.

Rozmberk: Die Wiegen der Rosenberger
Mo.: Satan und Maria - Wanderung zur Teufelsmauer
Es ist ein besonders schöner Abschnitt der Moldau: wir wandern zur "Teufelsmauer",
wo der Fluss über die Trümmer muss, die Satan hierher geschleudert hat.
Wer möchte, kann dann bequem mit dem Zug zurückfahren oder über den steilen
Kreuzweg "Maria Rast" wandern. (6 bzw. 12 km) Am Nachmittag erleben wir
die Schätze des Stifts Hohenfurt: vom gotischen Gewölbe bis zur hinreißenden
Barockbibliothek.
Di.: Witikos Land - Wittinghausen Bei Frymburk / Friedberg, wo
Stifters "verlorene Geliebte", Fanny Greipl, lebte, verbreitert sich
die Moldau zum Stausee. Am jenseitigen Ufer verlief der bis 1989 gesperrte
Grenzstreifen. Mitten in diesem vergessenen Land liegt der mythische
Steinwürfel der Burg "Wittinghausen", der in Stifters Werk so große Bedeutung
hat. Dorthin wandern wir durch eine reizvolle Wald- und Wiesenlandschaft
und haben bei gutem Wetter die schönste Rundsicht des Böhmerwaldes. (12
km)
Mi.: Zwischen Dreisessel und Plöckenstein - Hochwald Weiterfahrt
nach Bayern. Der Bus bringt Gepäck (und evtl. Wandermüde) in die Villa
Breitenberg. - Lange Wanderung vom Dreisessel zum PlöckensteinEine der
schönsten Wanderungen im "Hochwald" geht vom Dreisessel-Berg über das
Steinerne Meer zum Plöckenstein. Näher kann man dem Zauber der Böhmerwald-Natur
nicht kommen. Dort ein wunderbarer Blick auf Stifters dunklen "Zaubersee".
Dann Abstieg zum Rosenberger-Gut u. Rückfahrt zur Villa. (16 km; flach,
aber steinig; Trittsicherheit erforderlich)
Do.: Eine Villa zum Verlieben - Wo die Seele rastet Ein Tag
in Villa und Atelier. Schöner als unsere Villa mit Blick auf das
"blaue Band des Waldes" kann ein Haus nicht liegen. Deshalb erholen wir
uns von der Hochwald-Wanderung mit Nichtstun oder mit kreativer Beschäftigung.
Ob Fotos, Verse oder Zeichnungen: was immer Sie unterwegs gesammelt haben,
jetzt können Sie es bearbeiten. Dazu fertigen Sie Ihre eigene Reisemappe
an.

Fr.: Urzidils "Böhmische Dörfer" Wer will, kann auch diesen Tag
kreativ in der Villa verbringen. Oder eine letzte Wanderung (8 km, flach)
zu den verlorenen Dörfern Böhmens machen: am alten Schwemmkanal entlang
nach Glöcklberg / Zvonkava, wo der Prager Autor Johannes Urzidil ein
zeitweises Refugium fand. Am Abend feiern wir Abschied mit einer kleinen
Kunst-Präsentation.
Sa.: Frühstück u. kurzer Bustransfer nach Passau (11 h am Bhf.)
Reiseleitung:
Arthur Schnabl
Jiri Franc
Lenka Hubackova
Leistungen
Literatur-Reise und Wandern
mit Stifter an der Moldau
- 7 Übernachtungen mit Frühstück in zwei gepflegten
Hotels
- kompetente Begleitperson
- Alle Fahrten (innerhalb der Reise) mit Zug, Bus, Kutsche und
Dampfer.
- Stadtführungen, Eintrittskarten in Schlösser und Museen
- Konzert, Vorträge und Lesungen
-.Kleines Fontane-Essen
- ausführliches Info- und Lesematerial
Teilnehmerzahl max. 17
|
|

Diese Reise bieten wir derzeit nicht an.
=
Frei =
Restplätze =
Ausgebucht |

Der "Ruhe-Stifter"
"Wie war´s?"
Wir fragten unsere Gäste
"Was uns alles gut gefallen hat?
Das Vorlesen mit verteilten Rollen, die verschiedenen Arten, an
die Texte Stifters heranzuführen, Arthurs Böhmakeln,
sein intensives und lebendiges Eingehen auf die Geschichte der
Landschaft. Dazu das Eingebundensein in die Gruppe und in das
Programm, ohne sich beengt zu fühlen. Die Flexibilität
und die vielen (vermeintlich) leichten aber bewussten Improvisationen – besonders
auch die wetterbedingten.
Arthur hat es verstanden, uns immer wieder zu begeistern, auch
mit seinen persönlichen Vorlieben." (Juni 2006)

Wandern: Stifter als Maler: Wittinghausen

Moldau-Reisen: Lesung in Stifters Geburtshaus
September 2005
„Villa Breitenberg ist einmalig, ein wunderschönes
Haus mit besonderer Atmosphäre.“
„Nach ein paar Tagen Zuhause weiß ich
es noch mehr: ich würde so gerne wieder in einer solchen Gruppe
reisen. Und ganz eindeutig gehört diese Reise zu den schönsten
meines Lebens.“

Die hinreissende Bibliothek des Stiftes Hohenfurt

Hochwald am Plöckenstein

Moldau-Reisen: Lipno-Stausee

Villa Breitenberg
Juni 2005:
„Der Reiseleiter war wie ein Freund unter
Freunden.“
„Arthur hat uns richtig landschafts- und
stiftersüchtig gemacht.“
„Sorry, ich werde vor lauter Stifter poetisch:
Die Reise war ein Kleinod im Schmuckkästchen der guten Lebenserinnerungen.
DANKE!!!!!“

Wandern entlang der Moldau: Im Atelier

Spontan-Theater der Reiseteilnehmer: "Witikos Werbung"
|
|