Literraturreise
Polen:
Land am Meer: Ostsee, Danzig, Kaschubei
Sehen Sie auch unsere Bilderserie zur Reise
„Pomorze, Pomerellen, Pommern …“:
Das alles sind Namen für das „Land am Meer“ zwi-schen Stralsund und Danzig. Seine historische Kultur ist so vielfältig wie die Sprachen, die hier gesprochen wurden: Deutsch, Polnisch und manchmal auch Schwe-disch.
Ein sprödes und schönes Land zwischen Weizenäckern und Ostseestränden, zwischen Feldereinsamkeit und Badesaison. Geprägt von Backsteinkirchen und Adels-schlössern.
Theodor Fontane, Elisabeth von Arnim, Uwe Johnson, Pawel Huelle und Günter Grass haben seine spröde Anmut und seinen herben Duft liebevoll und kritisch in Worte gefasst.
„Lange Wellen treiben schräg gegen den Strand, wöl-ben Buckel mit Muskelsträngen, heben zitternde Kämme, die im grünsten Stand kippen.“
Uwe Johnson
Reiseleiter: Arthur Schnabl
und Iwona Buckowska
PROGRAMM:
So.: Anreise + Begrüßungsabend in der „Villa Roma“
Die „Usedomer Bäderbahn“ fährt jetzt bis zur neuen Bahnstation in Swinemünde/Swinoujœcie. Hier werden Sie erwartet (Ankunft laut Fahrplan um 19.39 h) und in unser Quartier geleitet. (Genaueres im Anschreiben.) Autofahrer bekommen eine Anfahrtskizze. Unser Quartier, die „Villa Roma“, ist eine charmant überkandidelte Familienvilla, die zum Verweilen regelrecht einlädt.
Mo.: Kessin, Swinemünde oder Swinoujscie?
Vom alten Bade- und Hafenort Swinemünde ist wenig geblieben. Auch
die „Adlerapotheke“, in der Theodor Fontane seine Jugend
verlebte, ist verschwunden. Fontanes Charakteristik: „ein unschönes
Nest, aber zugleich auch wieder ein Ort von ganz besonderem Reiz“,
gilt noch immer. Als „Kessin“ hat er das Städtchen in
die Weltliteratur geschrieben. Wir schlendern auf den Spuren von „Effi
Briest“ durch Straßen und Dünen zum Ostseestrand, an
dem Effi Briest und Major Crampas ihre Rendezvous hatten.
Di.: Sagenhaftes Vineta – Woliner Küstenwanderung
Ein besonders schönes Stück Ostseestrand erstreckt sich zwischen den Flüssen Swina und Dziwna. Weite Sandstrände, Dünen, Steilufer, von lichtem Laubwald bewachsen: kein Wunder, dass die Insel Wolin zum Na-tionalpark erklärt wurde. Wir erkunden dieses Naturparadies auf einer Küstenwanderung (ca. 11 km), wo wir auch von der sagenhaften Stadt Vineta hören, deren Hochmut sie zum Untergang verurteilte.
Dann geht´s weiter mit dem Bus durch alte Alleen in die tiefste pommersche Provinz. Im Dörfchen Rybokarty bei Gryfice liegt unser neues Quartier: ein altes Herrenhaus am See, mit reizenden Gastgebern. Ein Schloss ohne Haken, aber mit offenen Türen. Fontane hätte es gefallen.
Mi.: Zwischen Land und Meer – am Camminer Bodden
Kamieñ Pomorski / Cammin ist der alte Bischofssitz Pommerns. Stadt und Wasser sind hier auf besonders reizvolle Weise zusammengewachsen. Nach einer kurzen Wanderung (7 km) durch Wiesen und kleine Dörfer ragt als Höhepunkt die Kathedrale über der vielfältigen Wasserwelt des Boddens auf. Eine Landschaft, die auch den hier geborenen Schriftsteller Uwe Johnson prägte.
Do.: Schlösser und Kleinbürger – im Treptower Land
Wenn´s klappt, fahren wir mit auf der Schmalspurbahn an die Ostsee zur Kirchenruine von Hoff, die bereits Lyonel Feininger zeichnete. Der Kliffweg, der von Hoff, nach Rewal führt (ca. 3 km), gehört zu den schönsten Höhenweg der Ostsee. Dann sieht man schon von Weitem die mächtige Backsteinkirche über Treptow / Trzebiatów thronen. Dieses hübsche Städtchen entzückte schon den Maler Lyonel Fei-ninger. Zum Glück haben sich trotz des Krieges viele seiner Motive erhalten, etwa der runde „Grützturm“. Nach Stadt-bummel und Mittagessen wartet im Schloss eine kleine „Kaffeetafel“ auf uns.
„Treptow … eine eigene friedliche Schönheit des Ortes geht mir auf, etwas, was man lieb gewinnt ...“
Lyonel Feininger
Fr.: Pommersche Zeit ist keine Zeit: Ruhetag
Es wird Zeit, einmal Zeit zu haben. Unser Schloss lädt regelrecht dazu ein, die Stunden zu verbummeln. Am See sitzen, lesen oder die Umgebung erkunden; es gibt viele Möglichkeiten den Tag ganz nach seinem Geschmack zu verbringen. Wer möchte, kann auch mit dem Bähnchen ins Grüne fahren und durch Wiesen und Dörfer zurückwandern. Am Abend gibt es dann vielleicht noch ein kleines Konzert, und schon wird´s Zeit, die Koffer wieder zu packen.
Sa.: Sahara am Meer – Dünenwanderung bei Leba
Mit dem Charterbus geht es nun weit nach Osten zu den großen Wanderdünen von £eba. Eine Dünenwanderung zwischen Ostsee und £ebasee ist ein großes Erlebnis. (Ca. 5 - 7 km)
Dann aber wird es immer hügeliger. Felder, Wälder und Seen wechseln alle paar Minuten: die Kaschubei ist ein liebliches Land. Unser Quartier, eine angenehme Pension, liegt im Städtchen Chmielno, 5 min vom See entfernt.
So.: Remus’ Land: Kaschubische Wanderungen
Hügel, Wiesen, Seen und Wäldchen: unsere Wanderung (ca. 13 km, meist flach) führt durch all diese und zeigt uns, dass dieses stille Bauernland einer der schönsten Flecken Europas ist – nicht nur in den Augen des Narren Remus, den der Schritfsteller Alexsander Majkowski geschaffen hat. Als Tüpfelchen auf dem i, besser gesagt, als Deckelchen auf dem Topf besuchen wir in Chmielno die Töpferei der Familie Necel, die seit Generationen traditionelles kaschubisches Geschirr fertigt.
Die Kaschubei: das sind Hügel, Wiesen, Seen und Wäldchen. Es ist, als habe der liebe Gott zuviel davon gehabt und den Rest hier einfach ausgeschüttet.
Ein Land zum Wandern, Schwimmen und In-den-Himmel-gucken. Weit weg von der Metropole Danzig und doch ganz nah dran. Günter Grass hat diesem stillen Bauernland zu literarischem Ruhm verholfen.
Mo.: Die Kartause in der Kaschubei
Das Städtchen Kartuzy ist das Zentrum der kaschubischen Schweiz. Seinen Namen hat es von dem alten Kartäuser-kloster, dessen Kirche wir besuchen werden. Und im Heimat-museum lernen wir das kaschubische Alphabet, wozu aber das Hirn mit Schnupftabak gereinigt werden muss. Danach wandern wir durch die kaschubischen Hügel zum Abendes-sen bei unserem Freund Janusz und seiner Familie. (8 km)
Di.: Fahrt nach Danzig - auf Oskars Spuren
Am Ende der Kaschubei, aber schon in einer fast anderen Welt, liegt Danzig, die „Perle der Ostsee“. Ein Bummelzug bringt uns bis in die Danziger Arbeiterstadt Langfuhr/ Wresz, wo Günter Grass aufwuchs. Dort suchen wir in proletarischen Gassen und Hinterhöfen nach seinem Trommler Oskar. Dann fahren wir endlich in unser Quartier, das angenehme und stille Hotel „Dom Muzyka“, das nur 10 Minuten vom historischen „Langen Markt“ liegt.
Mi.: „Die Perle der Ostsee“ - Rückfahrt
Zugegeben: Nicht jede Stadtführung ist eine Freude. Die unserer Danzigliebhaberin Magda jedoch auf jeden Fall schon. Um 13 h ist die Reise zu Ende.
Die einen werden gleich den Zug um 15.30 h nach Posen nehmen, von wo Sie um 21 h ein Nachtzug mit Schlafwagen nach Hause bringt, z.B. im Kurswagen direkt nach Köln oder München oder Frankfurt oder Freiburg ... Die Reiseleiter begleiten Sie zum Bahnhof (zu Fuß 20 Min. von der Altstadt), wo wir auf Wunsch vorher schon das Gepäck abgegeben haben.
Andere wollen vielleicht im Hotel verlängern.
Verlängerung? Oder: Ohne Gruppe ist es auch schön
Kein Wunder, wenn Sie in einer Stadt wie Danzig noch einige Tage bleiben
möchten.
Sie können in unserem klassisch-gepflegten
altstadtnahen Hotel „Dom Muzyka“ unter www.dom-muzyka.pl/index_d.php
die Zimmerreservierung verlängern.
(DZ mit Frühstück: ca. 90 €; EZ: ca. 65 €).
Rückfahrt von Danzig - Nachtzug ab Posen:
Danzig ab: 15.30 h, Posen an: 20.10 h.
Von dort geht um 21.01 h ein Nachtzug mit Schlafwagen über Berlin (an 0.29 h), Hannover (2.15 h), Dortmund (4.50 h), Köln (6.14 h)
bzw.mit Kurswagen über Fulda (4.50 h), Würzburg (5.34 h), Nürnberg (6.44 h) nach München (9 h)
bzw. mit Kurswagen über Frankfurt (6.54 h), Freiburg (9.39 h) nach Basel (10.27 h)
(Zwischen den genannten Stationen sind noch viele weitere Ausstiegmöglichkeiten.)
Bei frühzeitiger Buchung gibt es auch günstige Flüge von Danzig z.B. nach Frankfurt, Bremen, Düsseldorf, München.
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Reiseleitung:
Iwona Buckowska
Arthur Schnabl
Leistungen
Literaturreise Polen:
* 10 Übern. mit Halbpe. in angenehmen Häusern,
alle Zi. mit Du/WC; gutes Essen
* 2 kompetente Begleitpersonen
* alle Fahrten in Polen (von Ahlbeck bis Gdansk)
* alle Tickets, Eintritte, Lesungen, Kulturprogamme
* ausführliches Karten-, Info- und Lesematerial
Reiseleiter: Arthur Schnabl
und Iwona Buckowska
Vielleicht wollen Sie (z.B. in Gdansk/Danzig) verlängern?
Tagesaktuell die besten Hotelpreise und Buchungsbedingungen bekommen Sie über www.hrs.de
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Termine 2010 05.09. - 15.09. 
Reisepreis: 970 € EZ - Zuschlag: 160 €
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Termine 2010 05.09. - 15.09. 
Reisepreis: 970 € EZ - Zuschlag: 160 €
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Frei =
Restplätze =
Ausgebucht |
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"Wie war´s?"
Wir fragten unsere Gäste:
Das Tolle an der Reise ist die wunderba-re Mischung aus Kultur, Natur (Wan-dern), Literatur und Musik, dazu der Wohlfühl-Effekt mit gutem Essen und schöner Umgebung. Und die schönen Überraschungen, die gar nicht im Pro-gramm standen, besonders Arthurs Einlagen!
Und Dank Iwona habe ich das Gefühl, sehr viel und v.a. authentisch über Polen erfahren zu haben.
(September 2009)

Mir gefällt die Art des Reisens mit den kleinen Gruppen und dass noch viel Zeit für einen selbst bleibt.
(Juni 2009)





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