Kulturreise Südbulgarien
Bulgarien ist ein faszinierendes Land auf der Balkan-Halbinsel. Ein Land mit kontrastreichen Naturschönheiten und einer dramatischen Ge-schichte. Unterschiedliche Völker sind durchgewandert, viele sind geblieben. Es entstand eine bunte, lebensfrohe Kulturlandschaft.
Wir fahren zu den schönsten Klöstern und durch-queren spektakuläre, aber auch anmutige Gebir-ge. Immer wieder wandern wir: Zu Wasserfällen, zu einsamen Dörfern, zu heiligen Plätzen, teils altbulgarisch-orthodox, teils türkisch-muslimisch.
Hauptausgangspunkte sind: Plovdiv, die wohl schönste bulgarische Großstadt in der thraki-schen Tiefebene; dann Kovachevitsa, ein abgelegenes Bergdorf in den Rhodopen und Melnik, die abenteuerliche Dorfstadt im Piringebirge.
Eine erlebnisreiche Vielfalt ist garantiert!
Teilnehmeranzahl:
mindestens 9 Personen;
maximal 17 Personen
Reiseleitung:
Dr.
Juraj Záry, Kunsthistoriker, Akademie der bildenden Künste,
Bratislava
Mag. Tatiana Žáry, Soziologin und Ethnographin, gebürtig in Sofia
Sehen Sie auch
2 Bilderserien zur Reise:
September 2009 (Reinhold Seider)
Mai 2010 (Erwin Aschenbrenner)
Reiseprogramm
Mittwoch:
Anreise in Sofia & Fahrt nach Plovdiv
Unser Treffpunkt ist in Sofia. Sie sollten auf jeden Fall vor 16.00 h ankommen. Wir holen Sie vom Flughafen oder vom Bahnhof ab. Genaueres dazu erfahren Sie auch im Infopaket.
(Bei frühzeitiger Buchung gibt es von vielen Flughäfen günstige Direktflüge nach Sofia).
Falls wir für Sie vor oder nach der Reise Übernachtungen in Sofia reservieren sollen, teilen Sie es uns bitte schriftlich mit.
Mit dem Zug fahren wir dann ca. 2 Stundne nach Plovdiv . Abends können wir durch die lebendige Fußgängerzone bummeln und essen in einem typischen Restaurant.
3 Übernachtungen in Plovdiv, Stadtzentrum
Donnerstag:
Plovdiv
Die Altstadt von Plovdiv hieß einst Trimontium. Sie erhebt sich an drei felsigen Hügeln und ist das reichste Denkmalreservat Bulgariens. Auf steingepflasterten Gassen schlendern wir vorbei an wunderschönen Fassaden mit prächtigen Erkern zu den Baujuwelen: Festungsmauer, Stadion und Theater sind Zeugen der monumentalen römischen Baukunst. Gleich daneben finden wir orthodoxe, mit großartigen Ikonostasen geschmückte Kirchen, beeindruckende Moscheen und unfassbar reiche Bürgerpaläste des Spätbarock und des 19. Jahrhunderts. – Danach Individualbummel.
Den Abend verbringen wir wieder in der Altstadt und wenn wir Glück haben, spielt uns ein Duo zum Essen bulgarische Klassik.
Freitag:
Eine pulsierende Schönheit
Am Vormittag spazieren wir zu weiteren Schönheiten der pulsierenden Großstadt. Zu Parks, grünen Flussufern und ihren pompösen Denkmälern aus sozialistischer und moderner Zeit. Auch wenn nachmittags „Freizeit“ angesagt ist, können Interessierte noch tiefer in die Kultur- und Kunstgeschichte der Stadt eintauchen. In Plovdiv gibt es zahlreichen Museen und Galerien, wie das Ikonenmuseum oder das Ethnographische und Archäologische Museum..
Zum Abendessen führt uns die Universitätsdozentin Lubka Liptscheva in die Geheimnisse der bulgarischen Literatur ein.
Samstag:
In die Heimat von Orqheus & Eurydice
Mit einem Charterbus fahren wir weiter. Der erste Halt liegt oberhalb der „heiligen“ Stadt Asenovgrad, die wie von einem Adlernest von einer ehemaligen Grenzfestung Bulgariens bewacht wird. Und nicht weit entfernt liegt das Batchkovo-Kloster mit einmaligen Zeugnissen der mittelalterlichen Wand- und Ikonenmalerei. Hier muss man sich länger aufhalten. Wir verbinden die Mittagspause mit einer gemüt-lichen Wanderung. Danach geht es richtig in die Berge. Dorthin, wo laut den griechischen Mythen die Heimat des Sängers Orpheus und seiner Frau Eurydice ist – in die Rhodopen. Wenn die Zeit und das Wetter mitspielen, fahren wir noch an einem einzigartigen Landschaftsphänomen vorbei: den berühmten „Wunderbrücken“.
Wir übernachten inmitten des majestätischen Gebirges, an einem See bei der Stadt Smolyan, nahe der griechischen Grenze.
1 Übernchtung in Smolyan, Hotel Ribkata.
Sonntag:
Durch die Heimat der Pomaken
Auf der Weiterfahrt durchqueren wir eine abgelegene Berglandschaft, wo Bulgaren, Makedonier, Türken und die so genannten Pomaken, islamisierte Bulgaren aus der Zeit der osmanischen Herrschaft, ihr einfaches Leben fristen. Dazwischen verstecken sich touristische Höhepunkte. Zum Beispiel die Wasserfälle nahe dem Quartier oder der Hausberg von Smoljan, der höchste Berg (2190 m) der Rhodopen. Bei gutem Wetter erreichen wir auf kurzem Weg den Gipfel.
Im Tal liegt das Dorf Schiroka Laka. Es ist bekannt für patrialchalische Bräuche und schöne Volksmusik. Durch die majestätischste Schlucht Bulgariens (350 m tief) kurven wir zur Teufelshalshöhle. Bei Dospat gibt das Land einen atemberaubenden Blick auf den smaragdgrünen Stausee frei. Auch das Dorf Dolen ist ein Beispiel, wie Volksarchitektur und Gebirgsnatur zu einem Landschaftsidyll zusammen-wachsen. Noch mehr gilt das für das Bergdorf Kovachevitsa. 3 Übernachtungen
Montag:
Paradies aus Holz und Stein
Kovachevitsa ist ein dem Himmel nahes Paradies aus Holz und Stein und nur über eine schmale Höhenstraße mit der Außenwelt verbunden . (Vergl. www.kovachevica.com/en)
Vormittags führt uns ein Förster ( wer will kann auch auf einem anspruchsvollem Weg an einem Wasserfall vorbei) zur Georgskapelle. Nachmittags begleitet uns die Bürgermeisterin durch ihr Dorf. Vielleicht bringt sie am Abend wieder ihre Musikerfreunde mit ins Gästehaus. Vorher hören wir aber eine Lesung aus einem Roman über das Drama des Einzugs der Städter in dieses Dorf „jenseits der Welt“ – von Georgi Danailov, der aus Sofia hierher zog.
Dienstag:
Wander-Dorado Kovacevitsa
Je nach Wetter, Kondition und Laune wählen wir unsere Wanderungen. Entweder durch die Kaninaschlucht (15 km) ins Dorf am gegenüberliegenden Hang oder bequem ins muslimische Nachbardorf. Mutige können auch den kurzen aber schwierigen Flussweg Richtung „Blauer Wirbel“ probieren.
Den Abschiedsabend verbringen wir jedenfalls bei Ziegen- oder Lammbraten und vielfältigen Gemüseaufläufen auf unserer Hausterrasse mit Blick über die Berge.
Mittwoch:
Über das Piringebirge nach Melnik
Wir nehmen Abscheid von den Rhodopen und fahren weiter in die südwestlichste Ecke Bulgariens. Zwischenstopp machen wir im muslimischen Bergdorf Gorno Dryanovo, wo das traditionelle Leben auf den Straßen pulsiert. Mittag in Gotse Delchev, danach geht es mit zahllosen Serpentinen ins Piringebirge. Auf der anderen Seite liegt Melnik, ein Juwel alter Baukunst, ein Denkmalreservat inmitten von Sandsteinpyramiden. Einst war es kultureller Mittelpunkt Bulgariens mit über 70 Kirchen, heute ist Melnik mit rund 300 Einwohnern die kleinste Stadt Bulgariens. – Abends trinken wir den milden Melniker Wein in einem Keller über der Stadt.
2 Übernachtungen in Melnik, Hotel Despot Slav.
Donnerstag:
Traumweg zu heilsamer Stille
Inmitten einer märchenhaften Natur, mit weiten Ausblicken auf die umliegenden majestätischen Gebirgsketten von Makedonien und Griechenland, wandern wir zwischen mächtigen Sandsteingipfeln zum Roshenkloster mit seiner Atmosphäre heilender Stille. Selten sieht man so lebendige Wandmalereien und so eindrückliche Ikonen. Ob beim grandiosen Aussichtspunkt oberhalb des Klosters oder im altertümlichen Refektorium wir finden einen schönen Ort für unser „Fastenpicknick “ (geräucherter Fisch und Weißwein). Zurück wandern wir auf demselben Weg, aber in geänderter geistiger Verfassung dem Sonnenuntergang entgegen. (Es gibt Möglichkeiten, mit dem Bus abzukürzen.)
Freitag:
Rila Kloster – Sofia
Früh geht es los mit dem Charterbus. Das erste Ziel ist die an der mazedonischen Grenze gelegene Samuils Festung, die Anfang des 11. Jahrhunderts zum Schauplatz eines der grauenhaftesten Ereignisse der menschlichen Geschichte wurde. Im Ort Rupite am Fuße eines erloschenen Vulkans erinnert ein pompöses Grabmal an die 1996 verstorbene weltbekannte bulgarische Heilerin Vanga. Die Stadt Sandanski wird als Geburtsort von Spartakus vermutet und gilt wegen der warmen Mineralquellen und dem günstigen Klima als eine der ältesten Siedlungen der Menschheit. Heute hat der Kurort ein geschäftiges Stadtzentrum, mittendrin die neu ausgegrabene Bischofsbasilika aus dem 5. Jahrhundert.
120 km vor Sofia erwartet uns der meistbesuchte Ort unserer Rundreise, eine der ersten Unesco-Weltkulturstätten: das in die grandiose Natur des Rilagebirges eingebettete Rila-Kloster. Das größte Kloster Bulgariens ist Symbol des geschichtlichen Schicksals der Nation und ihres Kampfes um Freiheit und Überleben.
2 Übernachtungen in Sofia, Hotel Ganescha.
Samstag:
Sofia
Die Hauptstadt, im Norden des Witoschagebirges gelegen, wäre einen mehrtägigen Aufenthalt wert. Aber auch die, die nur einen Tag bleiben, bekommen einen guten Überblick. Pompöse und versteckte Juwelen christlicher, muslimischer und jüdischer Baukunst, Monumente russischer, österreichischer und bulgarischer Provenienz und elegante Boulevards wechseln sich ab. Es ist ein Bummel durch eine pulsierende europäische Großstadt und gleichzeitig atmet man eine fast wild anmutende balkanische Atmosphäre.
Leider ist schon Abschiedsabend.
Sonntag:
Sofia - Reiseende oder Verlängerung?
Wir empfehlen, ein bis zwei Tage in Sofia zu verlängern und geben dazu gerne Tipps: Zum Beispiel eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Witoscha (2000 m) oder die Besichtigung der Unescogeschützten Kirche mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert im Bojanaviertel.
Auch für einen Ausflug ans Schwarze Meer geben wir Tipps. Der Zug nach Burgas braucht ca. 6 Stunden. Anfang Juni und Mitte September beträgt dort die Wassertemperatur rund 20 Grad.
Übrigens: Der September hat in Bulgarien die wenigsten Regentage (ca. 4-5).
Ansprüche:
Wie immer setzen wir Interesse an Kultur und Begegnungen voraus.
Die Wanderungen sind – grob gesagt – ähnlich anspruchsvoll wie die Wanderungen
in der Zips. Wegen den 2 Reise-begleitungen können aber immer
auch als Alternative bequemere Spaziergangvarianten gewählt werden.
Anfahrt:
Z. B. von Wien; München, Köln, Dortmund gibt es oft Billigflüge unter 100 Euro nach Sofia hin und zurück!
Vergleichen Sie z.B. www.skyscanner.de oder www.flug.de
Leistungen
Kulturreise Bulgarien:
• 11 Übernachtungen mit Halbpension
• kompetente, engagierte Begleitperson
• alle Programmfahrten ab Sofia Bahnhof
• ReferentInnen, Kulturprogramm, alle Eintritte
• fundiertes Infomaterial
|
Termine 2010 01.09. - 12.09. 
Reisepreis: 1080 € EZ - Zuschlag: 120 €
|
Der Mensch lernt, solange er lebt -
und stirbt doch unwissend
aus Bulgarien
<Sehen Sie auch
2 Bilderserien zur Reise:
September 2009 (Reinhold Seider)
Mai 2010 (Erwin Aschenbrenner)
|
|